13 Schritte zum Mentalismus – Ein Überblick

Wenn Sie „Mentalismus“ durchführen möchten, haben Sie vielleicht schon von einem Buch mit dem Titel „13 Schritte zum Mentalismus“ gehört, und das aus gutem Grund. Dieses Buch gilt als Klassiker des Mentalismus – aber liefert es auch? Was werden Sie aus diesem Buch lernen?

Nun gut, 13 Steps to Mentalism gibt es seit den 1960er Jahren und wurde von Tony Corinda geschrieben. Ursprünglich wurde es als 13 verschiedene Hefte in London veröffentlicht. Zum Glück wurde es in einem einzigen Buch veröffentlicht, das alle 13 Schritte enthält. Die Tatsache, dass es in einem von Büchern und DVDs überfluteten Markt so lange hält, spricht auf Anhieb für seine Qualität.

Jedes Kapitel oder jeder „Schritt“ in seinem Buch beschreibt verschiedene Techniken oder Methoden, die ein Mentalist verwenden kann, um verschiedene Handlungen der Mentalmagie oder des Mentalismus auszuführen. Im Folgenden werde ich kurz einen Überblick darüber geben, was jeder Schritt lehrt.

Schritt eins – Swami Gimmick

Ich kenne keinen Mentalisten, der sein Geld wert wäre, der nicht ein Swami-Gimmick besaß und häufig benutzte. Sie sind ein Muss für jeden Mentalisten. Es ist eines der mächtigsten Werkzeuge des Mentalisten und für den Zuschauer fast unsichtbar. In diesem Schritt geht es um die verschiedenen verfügbaren Arten von Swami-Gimmicks und wann sie verwendet werden. Corinda beschreibt, wie man diese Gimmicks am besten nutzt und gleichzeitig die Erkennung minimiert. Am Ende dieses Schrittes geht er auf verschiedene Mentalismus-Effekte ein, die mit diesem Gimmick möglich sind.

Schritt zwei – Bleistift-, Lippen-, Ton-, Berührungs- und Muskellesung

Mittels dieses Schrittes kann man Vorhersagen auf der Grundlage des Sammelns von Sinnesinformationen vom Zuschauer mittels Berührung, Ton und Sicht treffen. Beim Bleistiftlesen wird beobachtet, wie sich der Bleistift bewegt, um festzustellen, was geschrieben steht, ohne tatsächlich zu sehen, was der Zuschauer geschrieben hat. Lautes Lesen funktioniert bemerkenswert gut mit einem Zuschauer, der auf eine Tafel schreibt oder vielleicht sein moderneres Äquivalent, die löschbare Tafel und den nicht-permanenten Marker. Lippenlesen ist unkompliziert, erfordert aber Übung, ebenso wie die Kunst des Muskellesens. Das Muskellesen, also das Fühlen der kleinen Veränderungen der Muskelspannung beim Zuschauer, kann eine verheerende und sehr genaue Vorhersagemethode sein, wenn es geübt wird. Beispieleffekte all dieser Methoden werden von Corinda in diesem Schritt angegeben.

Schritt drei – Mnemonik und mentale Systeme

Ja, durch das Erlernen von Mnemonik (Gedächtnissysteme) können Sie erstaunliche Leistungen erbringen. Dies ist natürlich hilfreich, wenn Sie mit einem auswendig gelernten Deck erstaunliche Magie vollbringen möchten. Darüber hinaus lehrt er einige erstaunliche mathematische Kunststücke.

Schritt vier – Vorhersagen

Es werden zahlreiche Techniken für Vorhersagen beschrieben, darunter Schalter, Kräfte und „Handlanger“.

Schritt fünf – Augenbinden und Röntgenaugen

Es werden verschiedene Arten von Augenbinden besprochen und wie man mit verbundenen Augen Informationen erhält. Zahlreiche Tricks werden beschrieben, sowie das Fahren als Auto mit verbundenen Augen!

Schritt sechs – Knüppel

Billets sind kleine Papierfalten, auf die der Zuschauer Informationen geschrieben hat. In diesem Abschnitt erläutert Corinda, wie Sie an diese geheimen Informationen gelangen, ohne dass Ihre Zuschauer davon erfahren! Dieser Schritt beinhaltet verschiedene Effekte, die mit Knüppeln durchgeführt werden können.

Schritt Sieben – Buchtests

Wenn Sie Mentalismus mit Büchern betreiben möchten, ist dieser Schritt Gold wert! Beschreibt zehn verschiedene Mentalismus-Effekte, die mit Büchern durchgeführt werden.

Schritt acht – Zwei-Personen-Telepathie

Zwei Abschnitte sind der Telepathie gewidmet, „Major Systems“ und „Minor Systems“. Beinhaltet eine Diskussion über verbale Techniken und elektronische Geräte (offensichtlich veraltet, da sie über fünfzig Jahre alt sind). Es werden insgesamt acht Routinen beschrieben.

Schritt neun – Mediumistische Stunts

Dieser Schritt wird wahrscheinlich derjenige sein, den Sie überspringen, da er sehr veraltet ist. Aber lesenswert ist es trotzdem. Am nützlichsten ist vielleicht sein Abschnitt über „Geistesschreiben“. Beinhaltet auch andere Effekte.

Schritt 10 – Kartentricks

Dies ist keine vollständige Abhandlung über Kartenmagie, aber Corinda listet einige Mentalismus-Effekte auf, die mit Karten gearbeitet werden können.

Schritt elf – Frage und Antwort

Unterteilt in zwei Abschnitte: Fragen, die unbekannt sind, und Fragen, die bekannt sind. Erläutert verschiedene Techniken, wie man Informationen zu unbekannten Fragen erhält. Tolle Einführung in das „kalte Lesen“.

Schritt Zwölf – Werbegags

Möchten Sie sich als Mentalist „vermarkten“? Nun, allein für diesen Schritt lohnt sich der Preis des Buches! Wenn Sie Ihren Bekanntheitsgrad und Ruf als Mentalist erhöhen möchten, erfahren Sie in diesem Kapitel, wie Sie dies tun können. Mit leichten Modifikationen ist dieses Kapitel heute ohne weiteres relevant, obwohl es in den 60er Jahren geschrieben wurde.

Schritt dreizehn – Muster und Präsentation

Selbst wenn Sie als Mentalist alle Techniken beherrschen und im Bereich „Pattern“ oder Präsentation versagen – niemand wird Ihnen bei Ihrer Darbietung zusehen wollen. Dieser Schritt umfasst die Bausteine ​​einer guten Leistung, Aussehen, Irreführung und mehr. Ein sehr gutes Kapitel.

Fazit: Die kurze Antwort auf „Ist dieses Buch sein Geld wert“ ist ein klares „Ja!“. Auch wenn Sie sich nicht unbedingt für Mentalismus interessieren, ist dies dennoch ein gutes Buch für die Bibliothek des Zauberers. Wenn Sie an der Durchführung von Mentalismus interessiert sind, lautet die Antwort ganz anders – es ist ein Muss. Sie werden noch lange auf dieses Buch zurückgreifen.